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Nach der Krise, vor der Krise, in der Krise? Oder: Heimat bist du schöner Hölzer.

Normalerweise sind wir ein Geben und Nehmen gewöhnt – und auch unsere Erwartungshaltung richtet sich daraufhin aus. Der mehrwöchige Lockdown aufgrund von Covid-19 hat uns eines Besseren belehrt – plötzlich und zwar wirklich von heute auf morgen standen andere Begehrlichkeiten im Raum, rückten manches in den Vordergrund, vieles in den Hintergrund, änderten sich Bedürfnisse und Herangehensweisen. Es gab nur noch „one way“ und der Konsument alleine gab Zeit und Tempo vor.

 

Gut, die erste Lehre daraus ist: wir wissen nun alle, dass uns etwas völlig Unerwartetes wirklich von jetzt auf gleich treffen kann. Aber haben wir daraus gelernt?

Drehen wir die Zeit ein bisschen zurück – der Konsument, der sich mündig informiert, ist kein neuer für uns, der Konsument, der sich mündig informiert und ganz gezielt hinterfragt und oftmals Details recherchiert, war bisher in unserer Branche nicht allzu weit verbreitet. Ein schönes Design, Funktionalität, Individualität, Beratung – das sind alles Punkte, die der Kunde von morgen präsentiert bekommen möchte. Aber die Kundschaft von morgen stellt sich heute durchaus noch weitere Fragen: woher kommt das Produkt, das ich kaufe? Wer hat es bearbeitet, wo ist es entstanden? #kaufregional, der in der Familie der Lebensmittel vor Jahren als Boom begann und rasch bis in die Großsupermärkte Einzug gehalten hat (wo er dort sogar oftmals zum Aufhänger wird), wird auf einmal auch in der Möbelbranche wertgeschätzt.

Heute (und bestimmt auch morgen) wird anders gekauft. Der Mensch zählt. Der, der kauft. Der, von dem gekauft wird. Der, der herstellt und produziert.

Und mit diesem Blick zeigt sich die Stärke in einem engen und vertrauensvollen Geflecht aus regionalem Handel, österreichischer Produktion und heimischen Materialien. Schön, wenn man die Dinge und Argumente direkt bei der Hand hat, und diese nicht erst erfinden oder herbeiführen muss.

Ein Ausblick aus jetziger Sicht birgt zweierlei Szenarien: ein weiterführender Boom, der bestätigt, dass sich der Mensch auf sich und seine engste Umgebung besinnt und sich dort wohlfühlen möchte. Ein Grund mehr, zu heimischen Produzenten und regionalen Fachkräften mit individueller Beratung zu greifen. Und was, wenn wieder rigorosere Maßnahmen kommen oder gar ein zweiter Lockdown? Wer sich jetzt im Hintergrund rüstet, kann diesem Szenario viel beruhigter begegnen – wen man online findet, der verschwindet nicht aus dem Blickfeld, ganz im Gegenteil, er wird noch deutlicher gesehen. Sei dies mit einer aktuellen Website (oft gilt auch hier: weniger Infos sind oft mehr!) oder einer (möglichst) regelmäßigen Social Media Präsenz.